Kreta Reise-Impressionen

Rhetimnon - die schöne Stadt der Portale im Westen Kretas

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Rethymnon, oder auch Rethimnon geschrieben, ist mit ca. 25 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt auf Kreta. Rethimnon ist eine abwechslungsreiche und interessante Stadt mit starken Gegensätzen, die sich einfach aus der bewegten Geschichte der Stadt heraus erklären lassen. Die zu den schönsten Orten der Insel Kreta zählende Stadt und ihre Umgebung haben sich längst zum führenden Tourismuszentrum der Insel entwickelt. In der Tat ist die Stadt Rethimnon wahrscheinlich die neben Chania schönste und eindrucksvollste Stadt Kretas. Besonders die Altstadt erinnert an allen Ecken und Enden an die historische Vergangenheit. Eine Vielzahl an venezianischen und türkischen Portalen gab Rethimnon den Beinamen "Stadt der Portale". Eine beeindruckende Festung, viele türkische Holzerker, venezianische Palazzi, der lange Sandstrand und ein kleiner romantischer Fischerhafen - all das trägt zur Schönheit und Geschichte der Stadt bei. Gerade die Altstadt verleiht mit ihrem liebevoll und aufwendig restauriertem Erbe der Stadt Rethimnon den Eindruck eines wirklichen Kulturdenkmals.

  • Leuchtturm in Chania

    Geschichte

    Das Gebiet von Rethimnon war mit großer Wahrscheinlichkeit bereits in spätminoischer Zeit besiedelt. In einem der Vororte wurde z.B. ein Felsengrab aus jener Zeit entdeckt. Vor über 2300 Jahren erlebte bereits eine Stadt namens Rithimna an dieser Stelle ihre große Zeit. 1229 ließen die Venezianer die Stadt erstmals mit Befestigungen versehen, die nach Angriffen von Piraten um 1540 noch wesentlich ausgebaut wurden. Unter der türkischen Herrschaft konnte Rethimnon zwar seine Position als Verwaltungszentrum behalten, das Erscheinungsbild der Stadt veränderte sich jedoch drastisch. Die katholischen Kirchen wurden umgestaltet und erhielten Minarette und wurden in Moscheen umgewandelt. Erst im Jahre 1898 konnte die türkische Herrschaft besiegt werden.

  • Ein Bummel durch die Altstadt

    Hinter dem venezianischen Hafen mit seinem alten Leuchtturm liegt der Kern der Altstadt, in der das Erbe Venedigs bis heute noch deutlich zu erkennen ist. Rethimnons Altstadt zeigt trotz Veränderungen immer noch den Glanz vergangener Tage. Etwa in der Mitte der Altstadt liegt die Platia 4 Martiron, der Platz der vier Märtyrer, der im Prinzip den Hauptplatz der Stadt darstellt. Er ist Parkplatz, Stadtpark und auch Schauplatz des wöchentlichen Marktes. Die odos Yenizelou verläuft entlang des Strands vom venezianischen Hafen bis zu den Badehotels im Osten der Stadt. Die odos Arkadiou ist die zweite Haupteinkaufsstraße in der Altstadt von Rethimnon, die zum venezianischen Hafen und ganz um die Festung herumführt. Ansonsten besteht die Altstadt aus einem Gewirr von kleinen Gassen und Straßen. Da sollte man einfach bummeln und die Altstadt auf eigene Faust erobern. Neben dem Museum für moderne Kunst, der Agios Antonios (eine der wenigen römisch-katholische Kirchen auf Kreta), dem Brunnenplatz, den Resten eines türkischen Bades gibt es eine riesige Anzahl von Portalen zu sehen. Interessant ist auch die Kirche Santa Maria, in der zweiten Hälfte des 16 Jh. als Klosterkirche der Augustinermönche erbaut wurde. Allerdings wurde sie unter den Türken umgestaltet und diente dann als Studierzentrum.

  • Archäologisches Museum

    das Archäologische Museum, das von den Türken als zusätzlicher Verteidigungsposten für den Eingang zur Festung errichtet und später als Gefängnis benutzt wurde, befindet sich im fünfeckigen Torvorbau der Festung. Das kleine, aber gut aufgemachte Museum, eigentlich nur ein großer Raum, informiert über die Geschichte der Region in der Antike. Zu sehen sind eine Sammlung minoischer Töpferkunst, Sarkophage und viele Funde aus der Römerzeit.

  • Fortezza - Das venezianische Kastell

    Als Fortezza, aber auch als »Stadt in der Stadt« bezeichnet, beherrscht das venezianische Kastell wie vor Jahrhunderten die Hafengegend. Fortezza ist mit Sicherheit die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt. Gegenüber dem Museum gelangt man über einen Gang durch die Festungsmauer in die Anlage. Momentan sind umfangreiche Renovierungsarbeiten begonnen worden. Nach der türkischen Verwüstung der Stadt, 1571, wurde auf den Resten der antiken Akropolis um 1580 die Fortezza von den Venezianern als Schutzburg erbaut. Hier sollten alle Bewohner im Falle eines Angriffs Zuflucht finden. Allerdings konnte die Festung schnell von den Türken eingenommen werden. Nach der Eroberung ließen die Türken Teile der Festung niederreißen und verfallen. Starke Zerstörungen brachten auch die Kämpfe des Zweiten Weltkriegs mit sich. Trotz aller Zerstörungen hat man von hier einen traumhaften Ausblick auf die Stadt.

  • Der venezianische Hafen

    Der Venezianische Hafen mit seinem alten Leuchtturm ist der wahrscheinlich romantischste und malerischste Platz in Rethimnon. Allerdings kann man von Ruhe nur während der Mittagszeit oder am frühen Morgen reden. Zu den anderen Zeiten herrscht hektische Regsamkeit. Das Wasser am Strand ist hier sehr flach, aber er gehört nicht zu den schönsten der Insel.

     

Hinweise und Tipps

Bummeln Sie in Rethimnon durch die romantischen und schmalen Altstadtgassen, genießen sie den Anblick venezianischer Palazzi neben islamischen Minaretten. Vergessen sie nicht einen Ausflug zum berühmten Kloster Moni Arkadi in der Umgebung der Stadt. Die weiten Stränden der Nordküste und der schrofferen Südküste laden zum Baden ein.

Rethymno gehört zu den meistbesuchten Orten auf Kreta und dementsprechend eng kann es auch bei der kurzfristigen Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten werden. Man muss aber heute auch nicht mehr lange vor Reiseantritt zu einem Reisebüro gehen. Man kann ganz einfach Hotels in Rethymno buchen und dabei auch noch die Bewertungen anderer Gäste einsehen, wenn man dies auf entsprechenden Internetportals (zum Beispiel bei Holidaycheck) macht. Dies geht einfach, man bekommt schnell die Verfügbarkeit für den gewünschten Zeitraum angezeigt und kann auch sofort online buchen.