Kreta Reise-Impressionen

Der Osten von Kreta

Der Ostteil von Kreta wirkt insgesamt etwas sanfter, als der zerklüftete Westteil der Insel. Die Dominanz der Gebirgslandschaft ist hier nicht so extrem vorhanden, auch wenn die Höhe und die Ausprägung der Berge kaum geringer als in den anderen Teilen Kretas sind. Besonders im Frühling und Frühsommer entfaltet dieser Teil Kretas mit weiten Blumenteppichen, seltenen Pflanzen, blühenden Bäumen, Olivenhainen und einer interessanten Vogelwelt seine ganze Pracht.

Die Schönheit und Faszination der Mirabello-Bucht lockt viele Besucher in die Region um Elounda und Agios Nikolaos, aber auch die anderen Küstengebiete laden zu Badeurlaub und stundenlangen Strandwanderungen ein. Zahlreiche Ausgrabungen, wie z.B. in Kato Zakros legen offen, dass die Region im Osten sowohl in minoischer als auch der frühgriechischen Zeit eine wohlhabende Gegend gewesen sein muss.

  • Agios Nikolaos

    Agios Nikolaos ist wahrscheinlich einer der schönsten Ferienorte im östlichen Teil von Kreta. Der Ort liegt direkt am Golf von Mirabello und die wunderschöne Lage an dieser malerischen Bucht macht ihn zu einem beliebten Touristenziel, wobei Agios Nikolaos noch viel von seiner Ursprünglichkeit behalten hat. Die Wurzeln der Stadt gehen auf die hellenistische Zeit zurück, wo der Hafen die dominierende Rolle spielte. Die eigentliche Entwicklung des heutigen Agios Nikolaos setzte aber erst im 19. Jahrhundert ein.

  • Elounda

    Der Ort Elounda liegt weit östlich auf der Nordseite von Kreta zwischen Plakia und Agios Nikolaos. Elounda ist ein Luxusdomizil für Urlauber geworden und im südlichen Teil der malerischen Mirabello-Bucht reihen sich viele Edel-Herbergen aneinander, wobei der Ort und die Küstenlandschaft immer noch einen ursprünglichen Charakter erhalten konnten. Elounda ist mit Sicherheit einer der schönsten Plätze im Osten von Kreta und Ausgangspunkt für viele Touren und Wanderungen.

  • Gournia

    Zu Beginn des 20.Jahrhunderts begann die amerikanische Archäologin Harriet Boyd-Hawes mit der Freilegung einer minoischen Siedlung, die auf einem kleinen Hügel über der Bucht von Mirampellou im Osten von Kreta liegt. Der Palast hatte wahrscheinlich in seiner Blütezeit nur ein Zehntel der Größe des Palastes von Knossos, aber die Ausgrabungen bei Gournia haben ihren eigenen Zeiz und werden jedes Jahr von Tausenden von Touristen besucht.

  • Ierapetra

    Ierapetra hat das Flair einer typischen Mittelmeerstadt und sie kann seinen einmaligen Titel für sich selbst verbuchen, denn sie ist die südlichste Stadt Europas. Dazu ist sie statistisch gesehen auch die wärmste Stadt Kretas. Da die Zeugnisse vergangener Pracht und Kultur durch Zerstörung, Plünderungen, aber auch durch die moderne Stadtentwicklung im Verlaufe der Geschichte fast vollständig verschwunden sind kann man die zentrale und wichtige Rolle von Ierapetra vergangener Jahrhunderte nur noch erahnen. Der Hauptteil der noch erhaltenen Kunstschätze, die allerdings keinen riesigen Umfang haben, wird im kleinen Archäologischem Museum aufbewahrt.

  • Kato Zakros

    Der kleine Ort Kato Zakros liegt im äußersten Osten der Insel Kreta, in einem von Bergen umschlossenen und fruchtbaren Tal. Bekannt wurde Kato Zakros durch die Ausgrabungsstätte, dem Palast von Kato Zakros, und dem Tal der Toten, das zwischen dem Ort und Ano Zakros liegt.

  • Kritsa

    Unweit von Agios Nikolaos, im schönen Dikti-Gebirge, liegt das Bergdorf Kritsa, das auch schon als Hintergrundkulisse und Drehort bekannter Filme diente. Mit über 3000 Einwohnern ist Kritsa auch schon kein kleines Dorf mehr und durch die weißen typischen Häuser, die weithin sichtbare Kirche, die zahlreichen Olivenhaine und die faszinierende Gebirgslage bietet der Ort schon auf den ersten Blick ein Urlaubsflair für jeden Besucher, die sich beim Spaziergang durch die engen Gassen noch verstärkt.

  • Lato

    Die Überreste der antiken Stadt Lato liegen in einer wunderbaren Berglandschaft inmitten von olivenbestandenen Hügeln nördlich von Kritsa. Diese Ruinen stammen aus klassisch-griechischer Zeit und werden dem 7. - 4. Jahrhundert v.r Chr. zugeordnet. Die Siedlung ist noch relativ gut erhalten und der Besucher wird neben dem faszinierenden Kulturerlebnis auch von der Athmosphäre der Landschaft und der umgebenden Berge beeindruckt.

  • Panagia Kera

    Die Kirche Panagia Kera, was “Herrin Gottesmutter” bedeutet, ist mit ihren sehr gut erhaltenen Fresken ein sehr lohnenswertes Besucherziel. Sie liegt unweit von dem dem kleinen Ort Kritsa und man kann den Besuch beider Orte mit einer schönen Wanderung von ca. 3 km durch Olivenhaine verbinden.. Die Kirche Panagia Kera zählt zu den interessantesten und sehenswertesten Gotteshäusern auf Kreta. Sie bildet, aus der richtigen Perspektive fotografiert, im Sonnenschein und mit blauem Himmel eines der wohl bekanntesten Postkartenmotive der griechischen Insel Kreta.

  • Sitia

    Sitia liegt am Westufer des gleichnamigen Golfs und ist eine Mischung aus geschäftiger Hafenstadt und einem eher geruhsamen Urlaubsort. Besonders die an die Mole angrenzende Altstadt versprüht eine romantische und liebenswerte Athmosphäre und deshalb lohnt sich besonders der Bummel durch dieses Teil von Sitia.

  • Spinalonga

    Als Spinalonga wird meist eine kleine Insel im Norden der Mirabello-Bucht genannt, die aber eigentlich Kalidóna heißt. Spinalonga heißt ansich die daneben befindliche Halbinsel. Da die kleine Insel aber mit dem Namen Spinalonga in Verbindung mit der Lepra-Kolonie berühmt wird der Name auch heute allgemein so verwendet.

Wandern im Osten Kretas

Gegenüber dem westlichen Teil von Kreta fallen die Ausläufer der Bergregionen im Osten flacher zum Meer hin ab. Allerdings gibt es auch Gebiete, die sich mit dem rauhen und zerklüfteten Westteil messen können. Dadurch werden besonders die küstennahen Pfade, die oft durch Sand- und Kiesbuchten unterbrochen werden, zu einem speziellen Wandererlebnis. Die kleinen Dörfer sind durch Pfade verbunden, die heute den Osten Kretas zum Wanderparadies werden lassen.